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Papillon
Papillons sind nicht nur schön,
nein sie sind auch liebenswert
Entzückende Gefährten, die ihren Menschen Freude machen
schon im Mittelalter beliebt:
Die Beliebtheit der kleinen Zwergspaniels, vor allem in Italien, wird schon im Mittelalter auf Fresken und Gemälden deutlich. Wer Rang und Namen hatte, ließ sich mit seinem Lieblingshund porträtieren oder ihn gar für ein Grabmal auf Marmor meißeln. Künstler wie der Bildhauer Verrocchio, berühmte Maler wie Rubenz, usw., machten sie unsterblich. Es muss schon ein ganz besonderer Hund gewesen sein, der solche Wertschätzung genoss. Diese seit Jahrhunderten proträtierten, zierlichen, langhaarigen, weißbunten Schoßhündchen gelten als Vorfahren aller kleinen Spaniel-Rassen, wobei durchaus ein Unterschied zwischen den spanielty-pischen und den feineren, etwas spitzeren im Fang zu erkennen ist. Meist wurden die Hunde mit Hängeohren abgebildtet, die man heute Phalene - Nachtfalter - nennt. Später sieht man hin und wieder ein stehohriges Exemplar und solche, die einem kleinen Spitz sehr ähnlich sehen (der Papillon -Schmetterling).
seltener Blickfang:
Heute gehört der Phalene, der so viele Jahrhunderte ganze Generationen von Königen erfreute, zu den sehr seltenen Rassen. Der Papillon mit den großen Ohren, an Schmetterlingsflügeln erinnernd, wurde erst viel später populär. Standen bei seiner Kreation als Ausstellungshund Chihuahua und Zwergspitz Pate? Jedenfalls hat er in Amerika und England Karriere als Schauhund gemacht, der trotz seiner geringen Größe durch sein fröhliches, selbstbewusstes Auftreten enorme Präsenz im Ring zeigt und mit seinem flinken, graziösen Gang, den strahlenden Farben und dem wehenden Fell ein Blickfang ist, der die Aufmerksamkeit auf sich zieht.
angenehme Wesenseigenschaften:
Doch Schönheit alleine, macht nicht beliebt - es ist vor allem das entzückende Wesen, mit dem der Papillon seine Freunde gewinnt. Man muss ihn einfach mögen, den fröhlichen, aufmerksamen Hund, der gerne Freundschaft schließt. Ob man ihn allerdings immer um sich haben will, muss man selbst entscheiden. Für nervöse Geister ist er sicher nicht der richtige Begleiter, denn der Papillon ist Action pur. Langeweile kennt er nicht. Er begleitet seine Menschen auf Schritt und Tritt, will überall dabei sein. Er ist stets für Spiel und Bewegung zu haben, was ihn besonders für sportliche Menschen wertvoll macht. Der Papillon ist ein ausdauernder Läufer und unermüdlicher Spaziergänger. Selten bewegt er sich im Schritt, er hat es immer eilig, seine Neugier zu befriedigen, Frauchen oder Herrchen zu begleiten und aufzupassen, was sich so ums Haus herum tut.
Der bunte Zwerg ist sehr intelligent, neugierig und stets aufmerksam. Eigenschaften, die ihn bei hundesportlichen Aktivitäten erfolgreich abschneiden lassen. Wer sportlich mit einem kleinen handlichen Hund aktiv sein will, findet im Papillon einen reizvollen Partner. Er lernt rasch und gerne, ist, wird er als Hundepersönlichkeit ernst genommen und erzogen, ein gehorsamer Begleiter. Am liebsten ist der sensible Hund mit seinen Menschen zusammen, zu streunen liegt ihm fern, und sein Jagdeifer beschränkt sich auf Mäuse, auch Ratten haben in seinem Revier nichts zu lachen! Der Papillon ist zwar ein Zwerghund mit gerade mal 28cm Schulterhöhe, aber er leidet nicht unter rassetypischen Anomalien wie manch andere Zwerghund-Rassen. Deshalb gibt es im Regelfalle keine Geburtsschwierigkeiten. Papillons werfen im Verhältnis zu ihrer Größe große Welpen, beschränken sich dafür auf nur wenige, meist 2 bis 4 Welpen pro Wurf.
Papillons und Phalene sind ausgesprochen anpassungsfähige Hunde. Sie fühlen sich in einer kleinen Etagenwohnung ebenso wohl wie in einem geräumigen Herrenhaus, jeder Schoß ist für den Papillon groß genug. Wunderbar sind sie für Menschen geeignet, die viel reisen, da man sie ohne Aufwand überall hin mitnehmen kann. Fremden gegenüber sind sie nie aufdringlich und suchen sich selbst aus, wer sie streicheln darf.
Papillons sind zwar sehr lebhaft, aber keine Kläffer. Sie sind wachsam und melde, aber wird der Besuch freundlich empfangen, freut sich der Hund über den Gast. Allerdings sollte man früh konsequent daran arbeiten, dass er es mit dem Melden nicht zu weit treibt.
lebhaft, bewegungsfreudig aber dennoch unkompliziert:
Die lebhaften Hunde brauchen viel Bewegung und Beschäftigung. Zu mehreren gehalten sind sie immer auf Trab und mit einander beschäftigt, mit dem Einzelhund muss man sich intensiv beschäftigen. Da er sehr verspielt ist, ist es nicht schwer, ihn zu allerlei Aktivitäten zu motivieren. Ausgedehnte Spaziergänge liebt er zwar, aber er muss sie nicht jeden Tag haben, wenn er sich ansonsten austoben kann. Mit fremden Hunden kommt der Papillon in der Regel sehr gut zurecht. Der Papillon liebt Kinder, aber vor unachtsamen Kinderhänden muss er geschützt werden. Ältere Menschen, die noch aktiv sein können, sind mit dem Zwergspaniel bestens bedient.
Wer sich an einem hübschen, anhänglichen und unkomplizierten Kleinhund erfreuen möchte, wer einen Hund sucht, mit dem er trotzdem etwas anfangen kann und der gerne etwas mit seinem Menschen unternimmt, der sollte sich ein Papillon genauer anschauen.